Überblick über den Ablauf der Therapie

Das Erstgespräch

Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung ist ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Ihnen und mir. Das beginnt mit Ihrer Kontaktaufnahme resp. unserem ersten Telefonat. Sie erhalten dann von mir einen Anamnesebogen zur Erfassung Ihrer psychischen und physischen Vorgeschichte und Ihrer aktuellen Situation. Es folgt ein honorarfreies Erstgespräch in meiner Praxis. Es bietet die Gelegenheit, sich persönlich kennenzulernen, Ihre Fragen zu beantworten, ein genaues Krankheits- bzw. Beschwerdebild zu erstellen und Ihr Anliegen zu besprechen. Zudem können Sie sich einen ersten Eindruck von der Wirkungsweise der Hypnose verschaffen.

Die Hypnosesitzung

Sobald wir eine Zusammenarbeit vereinbart haben, spezifiziere ich auf der Grundlage unseres Erstgesprächs das infrage kommende Therapiekonzept. Unabhängig vom jeweiligen Konzept besteht jede Sitzung aus verschiedenen Elementen:

1. Das Feedbackgespräch

Nicht nur ich bereite jede Sitzung nach. Auch Sie werden das Erlebte und Erfahrene auf Ihre Art und in unterschiedlicher Intensität verarbeiten. Die Zeit zwischen den Sitzungen ist wichtig. Wie ist es Ihnen nach dem letzten Termin ergangen? Was hat sich bei Ihnen „getan“? Beobachten Sie sich und seien Sie besonders aufmerksam. Das, was sich während der Sitzung gezeigt hat, gelangt nun nach und nach in Ihr Bewusstsein, so dass es in Ihren Alltag integriert werden kann. Häufig bemerken Sie schon nach dem ersten Mal positive Veränderungen. Schreiben Sie alles auf! Ihr Feedback fließt in die Therapiestunde ein und fördert den raschen Erfolg der Behandlung. Sie bekommen von mir auch Hilfestellungen, mit denen Sie selbstständig arbeiten und Ihre gewünschten Veränderungen trainieren können: z.B. Anleitungen, wie Sie selbst Hypnose in Ihren Alltag integrieren können – ohne mein Dazutun! Damit sind Sie in der Lage, je nach Bedarf zu jeder Zeit und an jedem Ort in sich zu gehen, zu entspannen oder bestimmte Etappenziele zu visualisieren.

2. Hypnoseeinleitung und -vertiefung (Induktion)

Durch die Anwendung verschiedener Methoden, wie z.B. Konzentrations- und Entspannungstechniken, Atmung und Suggestionen, gehen Sie in Trance: Sie schlafen nicht, sondern sind entspannt und gelöst. Sie können alles um sich herum wahrnehmen, doch ihr Fokus liegt auf der Innenschau.

3. Der therapeutische Prozess (therapeutische Intervention)

Sobald Sie in Trance sind, steht ein intensiver dialogischer Prozess zwischen Ihnen und mir im Mittelpunkt. Das heißt: Wir kommunizieren miteinander. Das klingt banal – und tatsächlich ist eine hypnotherapeutische Sitzung häufig weniger spektakulär, als Sie vielleicht denken mögen. So stelle ich Ihnen z.B. Fragen oder unterstütze Sie dabei, innere Bilder zu generieren. Und Sie antworten darauf: mit Worten, Vorstellungen und Gefühlen.

Hypnose ist intensiv, sie entwickelt sich aber immer im Rahmen Ihrer Möglichkeiten: so, wie es für Sie in diesem Moment gut und realisierbar ist. Sie werden nicht überfordert und zu nichts gezwungen, denn Sie agieren aus freiem Willen. Alles, was sich von selbst zeigt, ist machbar für Sie. Es gibt kein „Richtig“ und kein „Falsch“. Sie selbst konstruieren und mobilisieren – von mir respektvoll angeleitet und betreut – schrittweise Ihre eigenen Ressourcen zur Reduzierung der Symptome, zur Linderung von Störungen, zur Förderung von Lernprozessen, zur persönlichen Entwicklung oder zur Arbeit an den Ursachen. Kurz: Sie verändern sich.

4. Die Ausleitung

Ebenso wichtig wie das professionelle Einleiten in die Trance ist die Rücknahme dieses Zustands. Auch hierfür ist therapeutisches Rüstzeug notwendig. Erst danach ist eine Sitzung abgeschlossen. Sie verlassen meine Praxis in Ihrem „normalen“ Bewusstseinszustand und können sich ohne Einschränkungen wieder Ihrem Alltag widmen. Ich empfehle Ihnen jedoch, sich nach der Sitzung etwas Zeit zu gönnen. Verzichten Sie vor und nach der Hypnose auf Alkohol und versuchen Sie, das Erlebte noch ein bis zwei Tage für sich zu behalten. Lassen Sie es wirken, das fördert den im Unterbewusstsein freigegebenen Prozess – das heißt nachspüren, nicht interpretieren, das Wahrgenommene intuitiv verstehen und zulassen.

Die weitere Betreuung

Zu meiner therapeutischen Arbeit zähle ich auch die Betreuung außerhalb der Sitzungen. Denn unsere Arbeit kann Prozesse auslösen, die bei Ihnen etwas in Bewegung bringen und über die Sie sich gerne austauschen möchten. In diesem Fall biete ich Ihnen im Rahmen meiner Sprechzeiten einen telefonischen oder schriftlichen Kontakt an. Nach den hypnoanalytischen Behandlungen (Konzepte 3 und 4) vereinbare ich mit Ihnen zusätzlich einen honorarfreien Termin zur Nachsorge.

 

Zudem möchte ich gerne – Ihr Einverständnis vorausgesetzt – nach Abschluss der gesamten Behandlung eine Rückmeldung von Ihnen einholen, um Ihre Entwicklung und den Behandlungserfolg zu evaluieren. Dies geschieht selbstverständlich anonymisiert und dient ausschließlich meiner Dokumentation und Qualitätssicherung.

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